Über mich

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smilieIch (38) bin Lehrerin und Mutter – krisenerprobt in beiden Professionen. Austherapiert. Ausgebildet wurde ich in den Fächern Politische Bildung, Geschichte und Sport – ich unterrichte sie mit wechselnden Leidenschaften an einem Berliner Gymnasium.

Bildungsarbeiterin

An meinem Beruf mag ich die Begegnungen mit Menschen: Schüler_innen, Kollegen_innen (die guten), Eltern, Hallenwarte, (…). Ich mag diese Phase der Orientierungslosigkeit von Teenagern, ihre mitunter turbulenten Wege der Identitäts- und Persönlichkeitsbildung. Der symbolhafte Ausdruck für diese Phase ist für mich nach einer Sportstunde „spürbar“: es ist der subversive Geruch von Schweiß, Chips und billigem Deodorant in der Umkleidekabine. Eingehüllt in diese Wolke, in dieser Phase des Lebens scheint alles möglich! Während meiner Berufstätigkeit habe ich – neben dem Unterrichten – die Lern-Begleitung junger Menschen ins Erwachsenenalter als besonders sinnstiftend erlebt. 

Mutter

An meinem Muttersein mag ich (inzwischen) das Unvorhergesehene, das Unplanbare, das Fröhliche, das Traurige, das Überraschende, das Übermütige, das Verzweifelte, das Vor-Glück-Platzende, das Vor-Wut-Implodierende, das Miteinander… Das Verhalten meiner Kinder wirkt seismographisch auf mich, mahnt mich zur Verhaltensänderung in alle Richtungen. Das gemeinsame Wachsen mit ihnen und an ihnen begreife ich als großes Geschenk.

Seit dem ich Mutter einer Tochter (2010) und eines Sohnes (2014) bin, verstetigt sich der Verdacht, dass ich – so sehr ich mich auch darum bemühe – aus meiner Haut als Lehrerin und als Mutter nicht heraus komme. Vielmehr scheint es mir so zu sein, dass sich mein LehrerinnenICH im MutterICH habitualisiert und umgekehrt. Das hat mich früher massiv gestört. Inzwischen versuche ich produktiv mit diesen unvermeidbaren Wechselwirkungen umzugehen, möchte ihnen nachspüren, sie festhalten und hin und wieder mit ihnen spielen – nicht zuletzt auf diesem Blog.

Öffentlich nachdenken

Ich schreibe hier auch, weil ich mir in regelmäßigen Abständen eine Berufskrise gönne. Dann hadere ich mit dem staatlichen Schulsystem, mit den Disziplinar-Mechanismen, die von Schule ausgehen, den Selektionsprozessen, die bewusst und unbewusst stattfinden und meiner Rolle, die ich in diesem Zusammenhang einnehme. In solchen Phasen habe ich dringend Austausch gesucht und bislang (zu) viel Frust gefunden. Falls es stimmt, dass Schreiben hilft, dann darf dieser Blog auch als Ventil verstanden werden, gern aber auch als Einladung des Mit- und Weiterdenkens.

Über folgende Themen werde ich schreiben:

  • Mutter- und Lehrer_innenrollen
  • Leben und Lernen mit Kindern
  • Bildungstheorie und Bildungsprozesse
  • gendersensibles Lernen
  • Bildungs-Politik
  • Kommunikation und Mediation 
  • Lernen unter digitalen Bedingungen

 

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